Schon lange finden Diskussionen statt, wie man das Fahren mit Pferdegespannen sicherer machen kann. Auch durch Angriffe von "Tierschützern", die bei jeden Unfall auf ein Verbot drängen, ist es der richtige Weg einen weiteren Ausbildungsgang mit Befähigungsnachweis zu schaffen, der das Fahren sicherer macht.


Schaut man im Netz und besonders bei den sozialen Netzwerken, kann man zurzeit eine heftige Diskussion erleben. Für und Wider eins Kutschenführerscheins ist dort zu lesen. Beutelschneiderei, persönliche Einschränkung, gesetzgeberische Anmaßung der FN sind nur einige Kurzkommentare. Aber es gibt auch viele Stimmen, die dem "Kutschenführerschein" positiv gegenüberstehen und dies nicht ohne Grund.
Ungemach droht vom Versicherer, wenn bei einem Unfall nicht nachgewiesen wird, dass der Gespannführer dazu in der Lage war. Sicherlich wird die Versicherung erstmals den Schaden übernehmen, aber im Rahmen von möglichen Regressforderungen wird diese Eignung sicherlich eine Rolle spielen.

Leider war die Ankündigung des "Kutschenführerscheins" etwas unglücklich. Man konnte Vermuten, dass die FN in  die Gesetzgebung des Bundes eingreift und den "Kutschenführerschein" vorschreibt.
Dies ist eindeutig nicht der Fall und auch gar nicht möglich.

Der "Kutschenführerschein" ist zweigeteilt. Der "Kutschenführerschein A" ist für Privatpersonen gedacht, die nicht organisert sind, keinen Verein angehören und keine turniersportlichen Ambitionen haben. Er löst den Fahrpass ab.
Der "Kutschenführerschein B" ist für gewerbliche Fahrer. Hier ist neben der allgemeinen Sorgfaltspflicht auch noch die zusätzliche, die ja den bezahlten Personentransport betrifft.

Anhand eines kleinen Films möchten wir Ihnen den Vortrag von Rolf Schettler, Thomas Ungruhe und Anna-Sophia Röller zur Verfügung stellen. Dieser wurde im Rahmen des Süddeutschen Fahrsportforums 2017 gehalten.